Prof. Dr. Arnold Weissman, Weissman & Cie.

Es wird immer andere Unternehmen geben, die höhere Löhne und Gehälter bezahlen. Auf der rein monetären Ebene werden Sie dieses Spiel nicht gewinnen können. Die materielle Seite muss die notwendigen Voraussetzungen schaffen, hinreichend aber wird sie nicht sein können. Sie werden etwas Zusätzliches bieten müssen, das ich „gesteigerte Lebensqualität am Arbeitsplatz“ nenne. Möglichkeiten der Weiterbildung und Selbstentwicklung zählen dazu ebenso wie eine vertrauensvolle Unternehmenskultur, eine authentische, wertbasierte Führung und ein hohes Maß an Selbstbestimmung. Mitarbeiter wollen wissen, wo das Unternehmen steht, wo die Reise hingeht und wie ihr Anteil daran aussehen kann.

Prof. Dr. Arnold Weissman
Weissman & Cie.

Gastkommentar zum Thema Mitarbeiterbindung, 2. Auflage 2016

Peter von Windau, ehem. Seniorpartner bei Roland Berger Strategy Consultants

Erfolgreiche (Beratungs-)Unternehmen finden bessere Lösungen und können diese (mit ihren Kunden) umsetzen. Das erfordert Know-how sowie besonders fähige und engagierte MitarbeiterInnen. Diese im zunehmenden Wettbewerb der Talente zu finden, für das Unternehmen zu begeistern und zu binden, verlangt Leadership und die richtige Unternehmenskultur. Leadership heißt, sichtbar Vorbild zu sein, Ziele und Werte authentisch zu kommunizieren, durch Ehrlichkeit Vertrauen aufzubauen und sich um seine Mitarbeiter zu kümmern.

Peter von Windau
Ehem. Seniorpartner, Roland Berger Strategy Consultants
Gründer, Deutsche Gesellschaft für Mittelstandsberatung
Gründer und heutiger Beirat, Deutsche Juniorenakademie

Gastkommentar zum Thema Mitarbeiterbindung, 3. Auflage 2018

Marcus K. Reif

Menschen machen Unternehmen erfolgreich. Und gerade die digitale Transformation ist im Wesentlichen eine soziale Transformation. Deshalb bringt es die Personaler in die Vorhand und in die Rolle, den Wandel der Kultur, der Führung und der Werte verantwortlich in den Unternehmen zu treiben. In einem enger werdenden Arbeitsmarkt ist die Fähigkeit, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, die besten Talente zu gewinnen und diese mit einer vorbildlichen Unternehmenskultur an das Unternehmen zu binden, essenziell. Die HR-Funktion agiert heute schon als geschäftserfolgskritisch. Leisten wir unseren Beitrag dazu!

Marcus K. Reif
HR-Director und Blogger

Gastkommentar zum Thema Mitarbeiterbindung ab 3. Auflage 2018

Peter Schöffel, Geschäftsführer der Schöffel Sportbekleidung GmbH

Die MitarbeiterInnen sind das wichtigste Gut für unser Unternehmen. Wir setzten auf Persönlichkeiten. Um diese zu gewinnen und zu binden, arbeiten wir täglich daran, ein gutes Team zu sein und unsere einzigartige Unternehmenskultur zu pflegen. Denn die SpielerInnen mit dem besten Team im Rücken sind die besten und motiviertesten. Die stärkste Bindung als Team ist die über gemeinsame Werte, die in allen Facetten spürbar werden. Daran richten wir unsere Maßnahmen und Investitionen in die MitarbeiterInnen aus.

Peter Schöffel
Geschäftsführer, Schöffel Sportbekleidung GmbH

Gastkommentar zum Thema Mitarbeiterbindung, 3. Auflage 2018

Dr. Ariane Reinhart, Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektorin von Continental

Bei Continental gilt bewusst: „Feedback ist das Frühstück des Managers.“ Mit einer solchen Stärkung wachsen unsere Mitarbeiter und unsere Organisation am besten. Unmittelbare, konstruktive und wertschätzende Rückmeldung fördert unsere von den vier Werten Vertrauen, Verbundenheit, Freiheit und Gewinnermentalität geprägte Kultur. Die Führungskräfte sind dabei die entscheidenden Vorbilder. Sie ermutigen die Teammitglieder, bewusst ein Verhalten zu hinterfragen, das nicht zu den Werten passt.

Dr. Ariane Reinhart
Mitglied des Vorstands, Continental AG
Personal, Nachhaltigkeit und Arbeitsdirektorin

Gastkommentar zum Thema Mitarbeiterbindung ab 2. Auflage 2016

Thomas Höhn, Geschäftsführer Höhn Consulting GmbH

Als langjähriger Geschäftsführer mittelständischer Beratungshäuser weiß ich, dass Engagement, Kundenorientierung und Kreativität meiner Beratungsteams entscheidend von deren Identifikation mit dem Unternehmen, dessen Zielen und den gelebten Werten abhängen. Langfristig erfolgreich kann am Markt daher nur sein, wer Motivation und Unternehmensbindung seiner Berater auf hohem Niveau stabilisiert. Die hierfür aufgewandten Mittel sind für mich eindeutig Investitionen in die Zukunftssicherung meines Unternehmens.

Thomas Höhn
Geschäftsführer, Höhn Consulting GmbH

Gastkommentar zum Thema Mitarbeiterbindung, 2. Auflage 2016

Ansgar Hinz, Vorstandsvorsitzender des VDE – Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V.

Wesentlich für die Mitarbeiterbindung sind die Identifikation mit dem Unternehmen, ein individuell motivierendes Arbeits- und Aufgabenumfeld sowie Perspektiven; sowohl im Bereich persönlicher Qualifikation als auch aufzeigbaren Entwicklungspotentialen. Die Unternehmensreputation und -wertekultur sind dabei das Fundament für Identifikation. Das individuelle Fördern, aber auch klare Fordern eines jeden Mitarbeiters sowie die Bereitschaft zur Verantwortungsübergabe bilden neben Flexibilisierungsangeboten einen Teil der Motivatoren der menschlichen Vielfalt ab. Im VDE als weltweit aktivem Dienstleister der Elektro- und Informationstechnik werden künftig die Digital Skills Priorität 1 erreichen.

Ansgar Hinz
Vorstandsvorsitzender, VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V.

Gastkommentar zum Thema Mitarbeiterbindung, 3. Auflage 2018

Prof. Dr. Jörg Felfe, Helmut-Schmidt-Universität

Das psychologische Band, das den einzelnen Mitarbeiter mit dem Unternehmen verbindet, wird auch als organisationales Commitment bezeichnet. Commitment kann unterschiedliche Qualitäten aufweisen. Die Bedeutung einer starken affektiven Bindung ist in der Forschung weithin akzeptiert. Sie ist Ausdruck einer hohen Identifikation mit den Werten und Zielen einer Organisation, Indikator für einen hohen Zusammenhalt der Organisationsmitglieder und gilt als Voraussetzung dafür, sich zu engagieren und für die Organisation einzusetzen. Zahlreiche Studien belegen den Einfluss von Commitment auf Zufriedenheit, Leistung und eine geringe Fluktuationstendenz der Mitarbeiter. Damit wird deutlich, dass Commitment einen strategischen Beitrag zum Unternehmenserfolg leistet.

Prof. Dr. Jörg Felfe
Helmut-Schmidt-Universität ‒ Arbeits-, Organisations- & Wirtschaftspsychologie

Gastkommentar zum Thema Mitarbeiterbindung, 2. Auflage 2016

Joachim Diercks, Gründer Cyquest

Auch wenn man sicherlich nicht von dem Fachkräftemangel sprechen kann, dürfte es unbestritten sein, dass die Personalgewinnung und langfristige -bindung herausfordernder geworden sind. Wegen des demografischen Wandels, vor allem aber wegen veränderter Werte der nachwachsenden Generationen kommt es viel stärker auf die Passung, den „Fit“, zwischen Arbeitgeber und Mitarbeiter an. Zentral wird dabei sein, dass die Unternehmen lernen, unverwechselbare und einmalige Arbeitgeberprofile zu definieren, diese ehrlich und authentisch zu kommunizieren und vor allem auch konsistent „zu leben“. Nur dann kann ‒ wie in einer Beziehung ‒ Passung und langfristige Bindung gelingen.

Joachim Diercks
Gründer, Cyquest
Herausgeber Recrutainment Blog

Gastkommentar zum Thema Mitarbeiterbindung, 2. Auflage 2016

Peter von Windau, ehem. Seniorpartner bei Roland Berger Strategy Consultants

Die richtige Unternehmenskultur beginnt bei der Auswahl der MitarbeiterInnen: Sie müssen neben Kompetenz und Leistungsbereitschaft Empathie für Leader, Aufgabe und Team mitbringen. Einmal im Unternehmen aufgenommen, sollte sich jeder Leistungsträger als besonders wichtiges, verantwortliches, geschätztes Mitglied des Unternehmens begreifen, als erfolgreicher Mitunternehmer agieren sowie seine Ziele und Werte teilen und weiterentwickeln.

Peter von Windau
Ehem. Seniorpartner, Roland Berger Strategy Consultants
Gründer, Deutsche Gesellschaft für Mittelstandsberatung
Gründer und heutiger Beirat, Deutsche Juniorenakademie

Gastkommentar zum Thema Mitarbeiterbindung, 3. Auflage 2018

Nicole Schillinger, Expertin für Reputation und Unternehmensethik

Unternehmenskodizes, die nur von einem kleinen Mitarbeiterkreis oder gar von externen Beratern erarbeitet wurden, sind Papier bzw. Speicherplatz nicht wert. Mitarbeiter identifizieren sich nicht mit Firmenwerten, an deren Ausarbeitung sie nicht beteiligt und die vom Top-Management nicht vorgelebt werden. Die Parallelexistenz von operativem Geschäft und Kodex ist eine der Ursachen, warum über 50 Prozent der deutschen Führungskräfte im Beruf schon einmal gegen die eigenen ethischen Wertvorstellungen verstoßen haben.

Nicole Schillinger
Expertin für Reputation und Unternehmensethik
Ex-Investmentbankerin

Gastkommentar zum Thema Mitarbeiterbindung, 2. Auflage 2016

Stefan Ries, Mitglied des Vorstandes und CHRO von SAP

Um eine hohe Mitarbeiterbindung zu gewährleisten, leben wir bei SAP eine offene Kommunikationskultur (z. B. How We Run – Unternehmenswerte von Mitarbeitern für Mitarbeiter), investieren kontinuierlich in Aus- und Weiterbildung unserer Belegschaft (2017: 187 Mio. Euro Investment in Learning) und treiben Mitarbeiterengagement durch Innovationskampagnen (z. B. Intrapreneurship@SAP), soziale Projekte (z. B. Social Sabbatical) und finanzielle Anreize (Equity).

Stefan Ries
Mitglied des Vorstandes, SAP SE
Chief Human Resources Officer, SAP SE

Gastkommentar zum Thema Mitarbeiterbindung ab 3. Auflage 2018

Dr. Gregor Gysi, Mitglied des Deutschen Bundestages

Das Verhältnis zwischen Führungskräften und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sollte kein Herrschaftsverhältnis, sondern ein Vertrauensverhältnis sein, das sich an gemeinsamen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Zielen orientiert. Die Einen müssen den Unternehmern und Führungskräften angemessene Gewinne und Gehälter gönnen. Diese müssen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen gerechten, angemessenen Lohn gönnen. Maßlose Gewinne, überzogene Gehälter auf der einen Seite und Minientlohnungen auf der anderen zerstören das Arbeitsklima und schaden dadurch auch dem Unternehmen selbst.

Dr. Gregor Gysi
Mitglied des Deutschen Bundestages

Gastkommentar zum Thema Mitarbeiterbindung, 2. Auflage 2016